Vorteilhafte intraokulare Durchdringungseigenschaft von Ripasudil infolge topischer Anwendung

Higashimurayama/Tokio – mechentel news – Isobe et al. von den Tokyo New Drug Research Laboratories der Kowa Co., Ltd. in Tokio, Japan, untersuchten die Pharmakokinetik von Ripasudil (K-115) im Anschluss an eine topische Behandlung an Kaninchen. Ripasudil ist ein selektiver Rho-assoziierter Proteinkinasen- (ROCK-) Inhibitor, der eine stabile, lineare Coiled-Coil Domäne, bestehend aus mindestens zwei Einzelhelices, enthält. Die Forscher bestimmten die okulare Verteilung von mit 14C-radioaktiv markiertem Ripasudil (14C-Ripasudil) mittels Autoradiographie des gesamten Kopfes sowie die Radioaktivität von jedem okularen Gewebe nach Einzel- und multipler Instillation von 14C-Ripasudil an pigmentierten Kaninchen. Mit Hilfe der Flüssigkeitschromatografie in Kombination mit der Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) wurden die Konzentrationen an Ripasudil im Kammerwasser nach begleitender Instillation mit Ripasudil und einem Kombinationspräparat (0,005%iges Latanoprost und 0,5%iges Timolol) an den pigmentierten Kaninchen bestimmt, sowie auch die Konzentrationen in der Tränenflüssigkeit nach Instillation bei Kaninchen, Hunden und Affen. Die Membrandurchgängigkeit von Kornea und Konjunktiva wurde mittels des in-vitro Systems PAMPA (parallel artificial membrane permeability assay) und der Ussing-Kammer gemessen. Das 14C-Ripasudil wurde zügig von der Kornea absorbiert und im gesamten Auge verteilt. Die Melanin-enthaltenden okularen Gewebe, wie z. B. Iris bis Ziliarkörper und Retina bis Choroidea, wiesen eine viel höhere Radioaktivität als die anderen nicht-pigmentierten Gewebe auf. Die begleitende Instillation zeigte unerhebliche Effekte auf die Konzentrationen jedes Wirkstoffes im Kammerwasser der Kaninchen. Die in vitro- sowie ex vivo-bestimmte Membrandurchgängigkeit von Ripasudil war größer als die der anderen Glaukom-Medikamente. Die in der ersten Zeit nach der Instillation im Kammerwasser von Kaninchen gemessenen Konzentrationen an Ripasudil waren höher als die in Hunden und Affen bestimmten Konzentrationen und standen mit der Tear Turnover Rate (TTR; Tränensekretionsumsatz) in enger Beziehung. Diese im September 2016 im Journal of Ocular Pharmacology and Therapeutics veröffentlichten Ergebnisse deuten auf eine vorteilhafte intraokulare Durchdringungseigenschaft von Ripasudil infolge einer topischen Anwendung hin. (ut)

Autoren: Isobe T, Kasai T, Kawai H. Korrespondenz: Tomoyuki Isobe, Tokyo New Drug Research Laboratories, Kowa Co., Ltd. 2-17-43, Noguchicho, Higashimurayama, Tokyo 189-0022, Japan. Electronic address: t-isobe@kowa.co.jp. Studie: Ocular Penetration and Pharmacokinetics of Ripasudil Following Topical Administration to Rabbits. Quelle: J Ocul Pharmacol Ther. 2016 Sep; 32(7):405-14. doi: 10.1089/jop.2016.0028. Epub 2016 Jul 27. Web: http://online.liebertpub.com/doi/10.1089/jop.2016.0028.

18. Oktober 2016