Fallserie zur 27-Gauge Vitrektomie-unterstützten Biopsie bei choroidalen und subretinalen Befunden

 

TUMOR Durham – mechentel news – Über erste Erfahrungen mit der 27-Gauge Vitrektomie-unterstützten choroidalen und subretinalen Biopsie berichten Dilraj S. Grewal, Thomas J. Cummings und Prithvi Mruthyunjaya aus der Ophthalmologischen Abteilung der Duke University in Durham, North Carolina, USA. Dabei handelt es sich um eine retrospektive, interventionelle Fallserie, bei der 18 Augen von 18 Patienten einer 27-Gauge Vitrektomie-unterstützten choroidalen (n = 16) oder einer subretinalen Biopsie (n = 2) unterzogen wurden. Klinische und befundspezifische Parameter, Zytopathologie, Histologie, Genexpressionsprofilierung (GEP), Sehschärfe (VA), Komplikationen einschliesslich Glaskörperblutung, Entwicklung einer rhegmatogenen Netzhautablösung und die Notwendigkeit zusätzlicher Operationen wurden ausgewertet. Die Indikationen lieferten Aderhautmelanome (n = 10), unbestimmte choroidale (n = 5) und subretinale Befunde (n = 3). Die mittlere Höhe des Befundes betrug 3,33 mm ± 1,55 mm und der grösste Durchmesser 8,63 mm ± 4,14 mm. Die durchschnittliche Anzahl der Biopsieentnahmen betrug 1,76 (Spanne: eins bis vier). Während des durchschnittlichen Nachuntersuchungszeitraums von 7,4 Monaten (Spanne: 4 Monate bis 14 Monate) blieb die VA unverändert (0,5 logMAR vs. 0,7 logMAR; p = 0,07). Eine pathologische Diagnose wurde in 16 von 18 Augen (88,9 %) erreicht und die GEP-Daten konnten für alle 11 Aderhautmelanome gewonnen werden. Eine Glaskörperblutung nach der Biopsie trat in 13 von 18 Augen (72,2 %) auf und war in sechs Augen (33,3 %) so ausgeprägt, dass eine gleichzeitige begrenzte Vitrektomie erforderlich wurde. Diese Augen wiesen eine grössere Läsionshöhe im Vergleich zu Augen auf, die keine Vitrektomie erforderten (4,08 mm gegenüber 2,76 mm, p = 0,04). Eine rhegmatogene Netzhautablösung, die einen erneuten Eingriff erforderlich machte, entwickelte sich in zwei von 18 Augen (11,1 %). In der Mai-Ausgabe 2017 der Fachzeitschrift Ophthalmic Surgery, Lasers and Imaging Retina kommen die Autoren zu den Schluss, dass die 27-Gauge Vitrektomie-unterstützte choroidale und subretinale Biopsie in 88,9 % der Augen mit Befunden von mindestens 0,8 mm eine Diagnosestellung ermöglicht. (bs)

Autoren: Grewal DS, Cummings TJ, Mruthyunjaya P. Korrespondenz: Prithvi Mruthyunjaya, MD, Byers Eye Institute at Stanford University, 2462 Watson Court, Palo Alto, CA 94303, USA. E-Mail: Prithvi9@stanford.edu. Studie: Outcomes of 27-Gauge Vitrectomy-Assisted Choroidal and Subretinal Biopsy. Quelle: Ophthalmic Surg Lasers Imaging Retina. 2017 May 1;48(5):406-415. doi: 10.3928/23258160-20170428-07. Web: https://www.healio.com/ophthalmology/journals/osli/2017-5-48-5/%7Bb94187cc-3f2a-4790-9934-b0c1fd7b8749%7D/outcomes-of-27-gauge-vitrectomy-assisted-choroidal-and-subretinal-biopsy

13. September 2017