Berücksichtigung der Fossa Marcille bei der Lymphknotendissektion bei radikaler Prostatektomie

Swiss Papers

Berücksichtigung der Fossa Marcille bei der Lymphknotendissektion bei radikaler Prostatektomie

Bern – mechentel news – Dr. Lydia Maderthaner und seine Kollegen aus Bern bewerteten ein interessantes Thema, nämlich die Zugabe von Lymphknoten entlang der gemeinsamen Beckenarterien und in der Fossa von Marcille zu der ausgedehnten Beckenlymphknotendissektionsschablone zum Zeitpunkt der radikalen Prostatektomie. Die Autoren vergleichen 485 Patienten, die zwischen 2000 und 2008 behandelt wurden, mit einer klassischen erweiterten Beckenlymphknotendissektionsschablone mit 268 Patienten, die zwischen 2010 und 2015 mit der gleichen Schablone plus den Lymphknoten entlang der gemeinsamen Beckenarterien und in der Fossa von Marcille behandelt wurden. Autoren berichteten, dass eine ausgedehntere Schablone Lymphknotenmetastasen in der gemeinsamen Darmbeinregion und in der Fossa von Marcille erkennt, ohne die Komplikationsrate zu erhöhen. Auf der anderen Seite war die Gesamtwahrscheinlichkeit des Nachweises von Lymphknotenmetastasen im Vergleich der beiden Ansätze nicht unterschiedlich.

Autoren: Maderthaner L, Furrer MA, Studer UE, Burkhard FC, Thalmann GN, Nguyen DP. Korrespondenz: Daniel P. Nguyen, Urologische Universitätsklinik, Inselspital, CH-3010 Bern, Schweiz. E-Mail: daniel.nguyen@insel.ch Studie: More extended lymph node dissection template at radical prostatectomy detects metastases in the common iliac region and in the fossa of Marcille. Quelle: BJU Int. 2017 Aug 21. doi: 10.1111/bju.13993. [Epub ahead of print] Web: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bju.13993/abstract

 

15. April 2018