Detektionsraten von Epstein 5 Prostatakrebs durch Prostatastanzbiopsien

Swiss Papers

Luzern – mechentel news – Die Autoren um Christoph Würnschimmel aus Luzern haben in ihrer Studie die Effektivität von transrektalen ultraschall-gesteuerten Prostatastanzbiopsien zur Detektion von Epstein 5 Prostatakrebs untersucht. Diesbezüglich wurden die Prostatektomiepräparate von 299 Patienten postoperativ mittels 12-Proben-Randombiopsien entsprechend der EAU-Guidelines biopsiert und mit den präoperativen Biopsien verglichen. Dabei wurden die präoperativen Biopsien in 3 Gruppen eingeteilt, je nachdem wieviele Biopsien (< 12, exakt 12, > 12) durchgeführt wurden.
Es zeigte sich, dass die Detektionsraten von Epstein 5 Prostatakrebs sehr von der durchgeführten Probenanzahl abhing. Das empfohlene EAU-Guideline Schema mit exakt 12 Randombiopsien hatte die höchste Detektionsrate von 57,1% präoperativ. Postoperativ war die Detektionsrate in dieser Gruppe 64,2%. Als weniger als 12 oder mehr als 12 Biopsien präoperativ durchgeführt wurden, senkten sich die Detektionsraten (< 12 Biopsien: präoperativ 23%, postoperativ 61,5%; > 12 Biopsien: 33,3% präoperativ und 58,3% postoperativ), wie die Autoren in der elektronischen Vorabpublikation im Januar 2018 beim Fachjournal Prostate schreiben.

Autoren: Würnschimmel C, Grande P, Moschini M, Ferrari M, Mordasini L, Mattei A. Korrespondenz: Christoph Würnschimmel, Luzerner Kantonsspital, Klinik für Urologie, Spitalstrasse, 6000 Luzern 16, Schweiz. E-Mail: christoph.wuernschimmel@luks.ch Studie: Accuracy of standardized 12-core template biopsies versus non-standardized biopsies for detection of Epstein Grade 5 prostate cancer regarding the histology of the prostatectomy specimen. Quelle: Prostate. 2018 Apr;78(5):365-369. doi: 10.1002/pros.23480. Epub 2018 Jan 25. Web: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/pros.23480/full

 

15. April 2018