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Reduktion der Fibrose nach Trabekulektomie durch ALA am Kaninchenauge

GLAUKOM – Kars – mechentel news – Die Autoren um Metin Ekinci von der Kafkas University Medical School in Kars, Türkei, legten eine Studie an Kaninchenaugen vor, welche die Effektivität der Alpha-Lipoid-Säure (α-lipoic acid, ALA) hinsichtlich der Reduzierung von Narbenbildung nach Trabekulektomie untersucht. 18 ausgewachsene Weisse Neuseelandkaninchen wurden einer Trabekulektomie unterzogen. Während des Eingriffs wurden dünne Schwämme zwischen der Sklera und der Tenonschen Kapsel positioniert und für 3 Minuten mit Salzlösung, Mitomycin-C (MMC) oder ALA in der Kontrollgruppe (n = 6 Augen), der MMC-Gruppe (n = 6 Augen) bzw. der ALA-Gruppe (n = 6 Augen) getränkt. Nach der chirurgischen Intervention wurde über 28 Tage entweder topische Salzlösung oder ALA bei der Kontrollgruppe bzw. der ALA-Gruppe appliziert. Die Durchlässigkeit des Sickerkissens wurde unter Verwendung 1%iger Trypanblau-Lösung geprüft. Toxizität, Gesamtzelldichte und Kollagenstrukturen wurden nach Hämatoxylin-Eosin- und Masson-Trichrom-Färbung untersucht; die phänotypische Myofibroblasten-Identifikation wurde nach immunhistochemischer α-Aktin-Färbung der glatten Muskelfasern durchgeführt. Bei der klinischen Untersuchung am Tag 28 nach dem Eingriff zeigte sich, dass alle 6 Sickerkissen (100%) der Kontrollgruppe versagt hatten, wohingegen es nur 2 Ausfälle (33%) in der ALA- und keine Ausfälle in der MMC-Gruppe gab. Die histologische Untersuchung zeigte in der ALA und der Kontrollgruppe signifikant geringere Infiltrationen durch Entzündungszellen als in der MMC-Gruppe. Toxische Veränderungen waren in der MMC-Gruppe deutlich signifikanter als in Kontroll- und ALA-Gruppe. Das Kollagen war in der ALA-Gruppe besser strukturiert als in Kontroll- und MMC-Gruppe. Laut der immunhistochemischen Untersuchung reduzierte ALA signifikant die Gesamtheit der Zellen, die α-Aktin der glatten Muskulatur ausbildeten. In der August-Ausgabe des Journal of Glaucoma fassen die Autoren ihre Ergebnisse dahingehend zusammen, dass ALA durch die Hemmung der Entzündungsprozesse, der Revaskularisation und der Anhäufung extrazelluärer Matrix eine Fibrose verhindere und/oder reduziere. Es könne demnach als ein Mittel zur Verzögerung der Gewebsregeneration und zur Förderung einer funktionelleren permanenten Fistel genutzt werden.(bs)

Autoren: Ekinci M, Cagatay HH, Ceylan E, Keles S, Koban Y, Gokce G, Huseyinoğlu U, Ozcan E, Oba ME. Korrespondenz: Metin Ekinci, MD, Kafkas University Medical School, Merkez, Kars 36100, Turkey. E-Mail: drmetinekinci@gmail.com. Studie: Reduction of conjunctival fibrosis after trabeculectomy using topical α-lipoic acid in rabbit eyes. Quelle: J Glaucoma. 2014 Aug;23(6):372-9. doi: 10.1097/IJG.0000000000000052. Web: http://journals.lww.com/glaucomajournal/pages/articleviewer.aspx?year=2014&issue=08000&article=00008&type=abstract#.

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