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Fluoreszenzspektroskopie könnte einen schnellen Test auf BSE bei Rindern ermöglichen

Ames – mechentel news – Übertragbare spongiforme Enzephalopathien (transmissible spongiform encephalopathies, TSE) sind progressive, neurodegenerative Erkrankungen, von denen die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) von besonderer Bedeutung ist, weil sie ansteckend und debilisierend für Menschen ist. Die Autoren um Ujjal Bhattacharjee aus dem Department of Chemistry der Iowa State University in Ames, USA, untersuchten die Möglichkeit des Einsatzes von Fluoreszenzspektroskopie für das Screening auf BSE bei Rindern. Die Fluoreszenzspektren von Netzhäuten experimentell infizierter BSE-positiver Rinder mit klinischer Erkrankung wurden mit denen sowohl schein-geimpfter als auch nicht-geimpfter BSE-negativer Rinder verglichen. Der eindeutige Intensitätsunterschied von ungefähr dem 4- bis 10-Fachen zwischen Spektren der BSE-positiven und denen der BSE-negativen (schein-geimpften oder nicht-geimpften) Augen legt nach Ansicht der Autoren, veröffentlicht im Januar 2016 beim Journal of Agricultural and Food Chemistry, die Grundlage für die Entwicklung einer schnellen, nichtinvasiven Untersuchungsmethode auf BSE im Besonderen und TSEs im Allgemeinen.(bs)

Autoren: Bhattacharjee U, Graham C, Czub S, Dudas S, Rasmussen MA, Casey TA, Petrich JW. Korrespondenz: Department of Chemistry, Iowa State University, Ames, Iowa, United States. E-Mail: jwp@iastate.edu. Studie: Fluorescence Spectroscopy of the Retina for the Screening of Bovine Spongiform Encephalopathy. Quelle: J Agric Food Chem. 2016 Jan 13;64(1):320-5. doi: 10.1021/acs.jafc.5b04218. Web: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/acs.jafc.5b04218.

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