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Tagblinde Blindwühlen

Suche nach Zapfenrezeptoren

LONDON – mechenel news – Es gelang Londoner Forschern in iher Studie die Veränderung bei spektraler Empfindlichkeit der Sehpigmente von Blindwühlen nachzuweisen. Photorezeptoren für Tages- und Farbensehen, konnten S. M. Mohun hingegen nicht nachweisen. Das visuelle System dieser meist grabenden, nachtaktiven Tieren ist wenig erforscht. Ihre kleinen Augen sind  unterentwickelt. Die Autoren haben via Mikrospektrophotometrie die spektrale Empfindlichkeit der Photorezeptoren bei drei Lurch-Arten: Rhinatrema bivittatum, Geotrypetes seraphini und Typhlonectes natans untersucht. In den Stäbchen des Sehpigments fanden sie jedoch nur Skotopsine, die wenn sie von stäbchenspezifischen Komponenten der  Phototransduktionskaskade begleitet werden, für das Sehen in Dämmerung und Dunkelheit verantwortlich sind. Die Opsin-Sequenzen stammten von den Augen zweier Lurch-Arten Ichthyophis cf. kohtaoensis und T. natans. „Diese Stäbchen-Opsine wurden in vitro durch 11-cis-Retinal regeneriert, um Pigmente mit Spektral-Empfindlichkeits-Maxima, die bei 500 nm liegen, zu erzeugen.“ , so die Arbeitsgruppe in der September-Ausgabe des Journal of Experimental Biology. Das Fazit nach der Anwendung
molekularer und physiologischer Tests: Es wurden keine Anzeichen für Zapfen-Photorezeptoren die mit Tages-und Farbensehen assoziiert werden, entdeckt. Außerdem, „…verglichen mit anderen Amphibienarten hinsichtlich der maximalen Lichtabsorption, verändern sich die Sehpigmente des kurzwelligen „VIS“ “ schlussfolgerten die Forscher.
Autoren: Mohun SM, Davies WL, Bowmaker JK, Pisani D, Himstedt W, Gower DJ, Hunt DM, Wilkinson M.
Korrespondenz: UCL Institute of Ophthalmology, 11-43 Bath Street, London EC-1V9EL, UK.
Studie: Identification and characterization of visual pigments in caecilians (Amphibia: Gymnophiona), an order of limbless vertebrates with rudimentary eyes.
Quelle: J Exp Biol. 2010 Oct 15;213.
Web: http://jeb.biologists.org/cgi/content/abstract/213/20/3586

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