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IV-Bevacizumab gute Ergebnisse bei schwerer dieabetischer Retinopathie

SHANGHAI – mechentel news – Die Vorbehandlung mit intravitrealem Bevacizumab bei der Vitrektomie kann exzellente Ergebnisse für die schwere diabetische Retinopathie erreichen. Dies fand die Arbeitsgruppe um Li-Quan Zhao vom Department of Ophthalmology des Xinhua Hospital Affiliated to Shanghai Jiao Tong University School of Medicine in Shanghai (China) heraus. Um mögliche Vorteile der intravitrealen Bevacizumab (IVB) Vorbehandlung bei der Vitrektomie wegen schwerer diabetischer Retinopathie zu untersuchen, wurde
Eine umfassende Literaturrecherche unter Verwendung der Cochrane Collaboration-Methodik durchgeführt, um randomisierte, kontrollierte Studien und vergleichende Studien über die Vitrektomie mit oder ohne IVB-Vorbehandlung bei schwerer oder komplizierter diabetischer Retinopathie, zu identifizieren. Es wurden Meta-Analysen für die intraoperativen (einschließlich intraoperativer Blutungen, Endodiathermieen, iatrogene Netzhauteinrisse und die durchschnittliche Operationszeit) und postoperative Ergebnis-Parameter (einschließlich bestkorrigierter Visus, rezidivierende Glaskörperblutung, Reabsorptionszeit für Blutungen und anderen Komplikationen) durchgeführt. Laut der Autoren in der Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift Britsh Journal of Ophthalmology, identifizierten und verwendeten sie sechs randomisierte, kontrollierte Studien und eine vergleichende Studie um Vitrektomie allein (142 Augen, Kontrollgruppe) versus Vitrektomie mit IVB- Vorbehandlung (139 Augen) zu vergleichen. Die intraoperativen Befunde zeigten, dass die Häufigkeit von intraoperativen Blu-tungen und die der Endodiathermie statistisch signifikant geringer waren bei der IVB-VorbehandlungsGruppe (p < 0,01) als bei der Gruppe die ausschließlich durch Vitrektomie behandelt worden war. Die IVB-Vorbehandlunggruppe nahm deutlich weniger Operationszeit als die Kontrollgruppe (p = 0,003) in Anspruch. Die postoperativen Ergebnisse zeigten, dass die Reabsorptionszeit von Blut deutlich kürzer war (p = 0,04), das Auftreten von wiederkehrenden VH war fast signifikant geringer (p = 0,05), und der letzte bestkorrigierte Visus war signifikant besser (p = 0,003) in der IVB-Gruppe als in der Kontrollgruppe. Andere Komplikationen, einschließlich der endgültigen Ablösung der Netzhaut, und Reoperation, waren statistisch nicht signifikant. Ihr Fazit: „Die IVB-Vorbehandlungen bei der Vitrektomie können die Arbeit der Chirurgen, potenziell
erleichtern und reduzieren die intra-und postoperativen Komplikationen.

Autoren: Li-Quan Zhao, Huang Zhu, Pei-Quan Zhao, Yi-Qian Hu,
Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Xinhua Hospital Affiliated to Shanghai Jiao Tong University School of Medicine, Shanghai, PR China,
Correspondence to Dr Huang Zhu, Department of Ophthalmology, Xinhua Hospital Affiliated to Shanghai Jiao Tong University School of Medicine,
1665 Kongjiang Road, Shanghai, 200092, PR China; zhuwjp@sh163.net,
Studie: A systematic review and meta-analysis of clinical outcomes of vitrectomy with or without intravitreal bevacizumab pretreatment for severe diabetic retinopathy
Quelle: Br J Ophthalmol doi:10.1136/bjo.2010.189514,
Web: http://bjo.bmj.com/content/early/2011/01/27/bjo.2010.189514.short

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