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Non-invasive Entnahme menschlicher Hornhautepithelzellen

Waterloo /Duluth – mechentel news – Laut den Ergebnissen der Studie zur Non-Invasiven Entnahme und Prüfung menschlicher Epithel-zellen der Cornea, erlaubt die OSCCA eine signifikant höhere Entnahmemenge menschlicher Hornhautepithelzellen mit höherer Spezifität als bisher beschrieben. Um über die Entwicklung eines neuen Vorgehens für nichtinvasive Entnahme menschlicher Hornhautepithelzellen zu berichten und mehr Epithelzellen aus direkter Spülung der Corneaoberfläche für klinische Vergleiche zu entnehmen, hat das Team um R.C. Peterson ein neues Zellentnahme-Gerät entwickelt „ocular surface cell collection apparatus“ (OSCCA), da die bisherigen Methoden der nicht-invasiven Gewinnung von Corneazellen mittels Spülung zu niedriger Zellausbeute führten sowie zur Begrenzung potentieller Analysen. Die Autoren entnahmen fünf Studienteilnehmern während sieben Untersuchungen 45 uni- oder bilaterale Proben. Die Unter-suchung bezog sich auf Zellausbeute, Größe, Phänotyp und Hornhautverfärbung (vor und nach der Augendusche). Pro Auge wurden durchschnittlich 364 ± 230 Epithelzellen mit einem Durchmesser von 8,21 μm bis 51,69 μm aus der Hornhaut entnommen, wobei das Flächenmaß zwischen 67,30 μm und 2098,85 μm lag. „Durch das Vorhandensein von K3, das durch AE5 bestimmt wurde, konnte in jeder Probe ein Anteil von 75 ± 14% entnommener hornhautspezifischer Zellen bestimmt werden.“, so das Team der University of Waterloo, Canada. 77 ± 0,2% der entnommenen Epithelzellen besaßen durchnittlich einen Nukleus, der Rest bestand aus kernlosen Schattenzellen.
Hornhautflecken reduzierten sich in den OSCCA-gespülten Augen im Vergleich zu den nicht-gespülten Augen (p = 0,02). Die Sicherheit dieser Technik zeigt sich im Nachweis der beobachteten, reduzierten Kontamination der Hornhaut nach Augenwaschung und ihrer Fähigkeit, Zellen direkt von der Hornhautoberfläche zu entfernen. Das Fazit der Autoren in der September-Ausgabe der Fachzeitschrift Optometry of Visual Science: „OSCCA könnte eine objektive, nicht-invasive Methode zur Untersuchung pathologischer Veränderungen, Auswirkungen örtlicher Therapeutika sowie Auswirkungen von Kontaktlinsen und Pflegemittel-Lösungen auf die Zellen der Augen-oberfläche darstellen“.

Autoren: Claire Peterson R, Gorbet M, Cira D, Amos C, Woods CA, Fonn D.
Korrespondenz: PhD, MCOptom, FAAO †PhD ‡MOptom, FAAO Centre for Contact Lens Research, School of Optometry (RCP, CAW, DF), Systems Design Engineering/School of Optometry (MG), School of Optometry (DC), University of Waterloo, Waterloo, Ontario, Canada, and Ciba Vision Corporate, Duluth, Georgia (CA),
Studie: Non-Invasive Collection and Examination of Human Corneal Epithelial Cells.
Quelle: Optom Vis Sci. 2011 Sep 1. [Epub ahead of print]
Web: http://journals.lww.com/optvissci/Abstract/2011/11000/Non_Invasive_Collection_
and_Examination_of_Human.9.aspx

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