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Zur Streubreite von Eichfehlern beim GAT

Chennai – mechentel news – „Man sollte es vermeiden, den wahren Augeninnendruck nach Messung mit einem fehlerhaften Tonometer gefühlsmäßig zu schätzen“, so Choudhari, Nikhil Shreeram DNB und sein Team, in seinem Fazit über die Studie zur Frage nach einer inakzeptablen Variabilität von Kalibrierfehlern bei fortwährend genutzten Tonometern. Die Forscher untersuchten 132 an Spaltlampen montierte Goldmann Tonometer (Modell AT 900 C / M; Haag-Streit, Schweiz). Eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Anzahl von 25 Instrumenten wurde von einem einzelnen Beobachter zwei Mal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen untersucht, um die Überein-stimmung der von ihm selbst erhobenen Messergebnisse auf die Messung des GAT-Eichfehlers abzustimmen. Derselbe Beobachter überprüfte prospektiv alle Instrumente zwischen acht und neun Uhr morgens an irgendeinem Tag auf jedem Testlevel, nämlich bei 0 mm Hg, 20 mm Hg und 60 mm Hg. Die fehlerhaften Instrumente mit einem Eichfehler von mehr als ± 2 mm Hg auf jeder Teststufe wurden erneut zweimal kontrolliert, und zwar am selben Tag in der Zeit zwischen 12 und ein Uhr mittags sowie zwischen vier und fünf Uhr. Die Forscher des Department of Glaucoma Jadhavbhai Nathamal Singhvi der Medical Research Foundation in Chennai, Indien stellten fest, dass die Korrelationskoeffizienten für den Vergleich der Einzelmessungen innerhalb der vom Beobachter erhobenen Ergebnisse auf der Teststufe von 20 mm Hg 0.78 für den positiven Fehler und 0.83 für den negativen Fehler, betrugen. 21% der Instrumente waren fehlerhaft auf jedem Testlevel. 14% Fehlerquote ergab sich auf der klinisch wichtigsten Stufe von 20 mm Hg. Es ergab sich ein maximaler Streu-ungsbereich von +4 mm Hg bis -23 mm Hg zwischen dem positiven und negativen Eichfehler auf jeder Teststufe. 53% der fehlerhaften Instrumente hatten eine hohe Variabilität von ay≥ 2 mm Hg des Kalibrierfehlers auf jeder Teststufe. Die Schlussfolgerung der Arbeits-gruppe in der Oktober/November-Ausgabe der Fachzeischrift Journal Of Glaucoma: „Der Eichfehler fehlerhafter GATs kann gelegentlich eine hohe Streubreite haben“.

Autoren: Choudhari, Nikhil Shreeram DNB; Jadhav, Vaishali MS; George, Ronnie MS, DNB; Vijaya, Lingam DO, MS,
Korrespondenz: Department of Glaucoma, Jadhavbhai Nathamal Singhvi, Medical Research Foundation, Sankara Nethralaya, Chennai, India. nkl164@gmail.com,
Studie: Variability in the Calibration Error of the Goldmann Applanation Tonometer,
Quelle: Journal of Glaucoma: October/November 2011-Volume 20 ; Ausgabe 8 ;S. 492–496,
Web: http://journals.lww.com/glaucomajournal/Abstract/2011/10000/Variability_in_the_Calibration_Error_of_the.6.aspx

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