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Fachverlag und Nachrichtenagentur

Dorzolamid 2% senkt den IOP bei Katzen mit primär angeborenem Glaukom

Effekte bei zirkadianen Druckschwankungen

Ames – mechentel news – J. Kelly et al. fanden in ihrer Studie über die Wirkung von 2%igem Dorzolamid auf den zirkadianen intraocularen Druck (IOP) bei Katzen mit primärem kongenitalem Glaukom heraus, dass lokal angewendetes 2 %iges Dorzolamid den IOP effektiv senkt und Druckschwankungen mildert. Die Forscher untersuchten die Schwankungsbreite des IOP im Tagesverlauf, die Wirksamkeit örtlich angewendeten Dorzolamids 2 % über 8 Stunden bezüglich der Augeninnendrucksenkung sowie die Abflachung zirkadianer Schwankungen des IOP bei sieben erwachsenen Katzen mit Glaukom. Das Team des Departments of Veterinary Clinical Sciences der Iowa State University in Ames, USA, hat über zwölf Tage alle vier Stunden den IOP und den Pupillendurchmesser bei allen Katzen an beiden Augen gemessen. Die Tiere waren in einem tierpflegerischen Laboratorium untergebracht mit einem zwölfstündigen Hell-Dunkel-Rhythmus. Die Ausgangswerte wurden über zwei Tage erhoben. In den darauf folgenden fünf Tagen wurde alle acht Stunden eine Placeboflüssigkeit (1,4 % Polyvinyl Alcohol) aufgebracht. An weiteren fünf Tagen wandte die Arbeitsgruppe 2%iges Dorzolamid in einem Acht-Stunden-Rhythmus an. Ein multivariates Mixed-Effekt- Modell wurde den Daten angepasst, mit Schätzparametern nach Bayes. Als Referenz für Vergleichszwecke wählten die Forscher den morgendlichen 4-Uhr-Termin aus. Der geschätzte IOP-Mittelwert zum Referenzzeitpunkt vor der Behandlung betrug symmetrisch (um 33 mm Hg OU). Das Team stellte einen signifikant niedrigen IOP-Wert bei allen Katzen während der Tages-Phase, bezogen auf die morgendlichen 4-Uhr-Messwerte fest. Die höchsten beobachteten IOP-Messwerte waren 2-6 Stunden nach Beginn der Nachtphase zu beobachten. Was die zirkadianen Schwankungen des Augeninnendrucks angeht, so waren diese während der Behandlungsphase abgemildert. Es gab einen signifikanten Anstieg des IOPs bei allen Katzen während der Behandlungsphase mit Dorzolamid 2 % (geschätzter Referenz-Mittelwert für die Behandlungsphase = 17,9 mm Hg). Das Fazit der Arbeitsgruppe aus dieser in der September-Ausgabe des Supplements von der Fachzeitschrift Verterinary Ophthalmology veröffentlichten Studie: Lokal angewendet zeigt der Einsatz von Dorzolamid 2 % in einer Acht-Stunden-Anwendung eine senkende Wirkung auf den IOP und mildert zudem die Druckschwankungen bei Katzen mit primär kongenitalem Glaukom.
Autoren: Kelly J. Sigle1,†, Gabriel Camaño-Garcia2, Alicia L. Carriquiry2, Daniel M. Betts1, Markus H. Kuehn3, Gillian J. McLellan1,4,5.
Korrespondenz: 1Department of Veterinary Clinical Sciences, Iowa State University, Ames, IA 50011, USA; 2Department of Statistics, Iowa State University, Ames, IA 50011, USA; 3Department of Ophthalmology and Visual Sciences, University of Iowa, Iowa City, IA, USA; 4Department of Ophthalmology and Visual Sciences, University of Wisconsin-Madison, Madison, WI 53792, USA; 5Department of Surgical Sciences, University of Wisconsin-Madison, Madison, WI 53792, USA. *Correspondence: Address communications to: G. J.  McLellan Tel.: (608) 263-6649 Fax: (608) 263-0543 e-mail: mclellan@vetmed.wisc.edu.
Studie: The effect of dorzolamide 2% on circadian intraocular pressure in cats with primary congenital glaucoma.
Quelle: Veterinary Ophthalmology Volume 14, Issue Supplement s1, pages 48–53, September 2011; Article first published online:
16 SEP 2011.
Web: http://onlinelibrary.wiley. com/doi/10.1111/j.1463-5224.2011.00913.x/full