Fachverlag und Nachrichtenagentur

Transkonjunktivale Elektrokautik

Erfolgreiche Behandlung von Katzen-Distichiasis

Philadelphia – mechentel news – L. Shelby et al. dokumentieren in ihrem Bericht über die Behandlung von beidseitiger Distichiasis bei Katzen, einer Erkrankung, die bei dieser Spezies als selten gilt, dokumentieren einen Behandlungserfolg durch transkonjunktivale Eleltrokautik. Die zwei Jahre alte, kastrierte EKH Katze wurde der ophthalmologischen Versorgungseinheit am St. Matthew J. Ryan Tierhospital der Universität von Pennsylvania, USA, zur Untersuchung eines chronischen beidseitigen Überlaufens der Tränenflüssigkeit und eines Lidkrampfs vorgestellt. Die ophthalmologische Erstuntersuchung ergab eine schwere Konjunktivitis und Keratitis sowie eine beidseitige Oberlid-Dichtiasis. Die Forscher behandelten initial das Tier auf eine mutmaßliche Katzenherpes-Vireninfektion hin, was jedoch nur einen moderaten Erfolg ergab und einen nicht vollständigen Rückgang der klinischen Symptome zeitigte. Im Verlauf des folgenden Jahres litt die Katze trotz adäquater medizinischer Behandlung an rezidivierenden, ausgeprägten ulzerativen Keratiden beider Augen. Annähernd 13 Monate nach der Erstvorstellung wurde die Distichiasis chirurgisch beseitigt mittels transkonjunktivaler Elektrokautik, „die eine komplette Beseitigung der klinischen Symptome nach sich zog“, so das Team in der September-Ausgabe des Supplements von der Fachzeitschrift Veterinary Ophthalmology.

Autoren: Shelby L. Reinstein, Stephen L. Gross, András M. Komáromy.
Korrespondenz: Department of Clinical Studies, School of Veterinary Medicine, University of Pennsylvania, Philadelphia, PA 19104, USA. *Correspondence: Address communications to: S. L. Reinstein Tel.: (215) 898-9839 Fax: (215) 573-4617
e-mail: shelbyr@vet.upenn. edu.
Studie: Successful treatment of distichiasis in a cat using transconjunctival electrocautery.
Quelle: Veterinary Ophthalmology Volume 14, Issue Supplement s1, pages 130–134, September 2011.
Web: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1463-5224.2011.00932.x/abstract

© 2022  mechentel medizin
Fachverlag und Nachrichtenagentur