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Tierversuch: Methylenblau schützt vor Zellalterung

Forth Worth – mechentel news – Methylenblau schützt primäre
Ganglionzellen bei Ratten vor zellulärer Seneszenz. Es enthält
eine neuroprotektive Komponente, die vor toxischen Insulten
schützt. So das Fazit einer Studie von D.R.3. Daudt et al.,
veröffentlicht in Investigative Ophtalmology & Visual Sciene,
im Juli dieses Jahres.Das Glaukom ist eine fortschreitende
Optikus-Neuropathie, charakterisiert durch den Verlust retinaler
Ganglionzellen (Retinal Ganglion Cells (RGCs)). Bestehende
Behandlungen fokussieren die Senkung des Augeninnendrucks;
der Prozess des Sehkraftverlusts schreitet jedoch weiter. Neuroprotektive
Medikamente könnten hier nützlich sein als ergänzender
Behandlungsansatz zur Vorbeugung eines weiteren Verlusts
von RGCs, obwohl kausal wirksame Medikamente fehlen. Ein
Agens, das Methylenblau, schützt Neuronen bei verschiedenen
neurodegenerativen Beispielen. Methylenblau kann die Elektronentransportkette
durch ausgewählte Verschiebungen von NADH
und FADH“ zu Koenzym Q (CoQ) und Zytochrom C. Der Zweck
dieser Studie war es, zu untersuchen, ob Methylenblau retinale
Ganglienzellen (RGCs) vor den Stimuli von Noxen schützen kann.
Hierzu wurden primäre Ratten-RCGs isoliert und kultiviert entsprechend
einer sequentiellen Immunopanning-Technik unter Verwendung
von P3-P7 Sprague-Dawley-Ratten. Annähernd 25.000
RGCs pro Deckglas wurden 3 Tage vor Beginn des Versuchs
kultiviert und angezüchtet. Die RCGs wurden 24 Stunden lang
mit Rotenon oder Staurosporin behandelt oder 72 Stunden unter
Hypoxie gehalten. Methylenblau wurde sodann zum Schutz der
RGCs beigesteuert während jeder Einwirkphase. Die Zellveränderung
wurde unter Zuhilfenahme von Calcein Am und Ethidium
homodimer – 1 ermittelt. Die Aktivität der Zytochrom-C-Oxidase
wurde gemessen mittels Zytochrom-C-Oxidase –Test zur Überwachung
der Mitochondrienphysiologie. Methylenblau (1 μM und
10 μM) schützte die RGCs signifikatn über 24 Stunden vor 1 μM
Rotenom. Methylenblau (1 μM und 10 μM) schützte die RGCs
signifikant vor 24 Stunden Einfluss von 1 μM Staurosporin und
schützte 72 Stunden vor Hyoxie. Methylenblau verstärkte die
Zytochrom-C-Oxidase-Aktivität in Anwesenheit von Hydrogenperoxid.
Die Fähigkeit von Methylenblau, die Zytochrom-C-Oxidase
zu erhöhen und Ganglionzellen bei Ratten gegen diese toxischen
Stimuli zu schützen legt einen Mechanismus nahe, der die
Elektronentransportkette aufrecht erhält. Weitere Testungen sind
erforderlich, um herauszufinden, ob Methylenblau eine wirksame
Behandlung für den Schutz vor Neurodegeneration darstellt, die
bei einer Optikus-Neuropathie auftritt.
Autoren: Daudt DR 3rd, Mueller B, Park YH, Wen Y, Yorio T., Korrespondenz: Department
of Pharmacology & Neuroscience, University of North Texas Health Science Center
at Fort Worth, Fort Worth, Texas. Studie: Methylene blue protects primary rat retinal
ganglion cells from cellular senescence. Quelle: Invest Ophthalmol Vis Sci. 2012 Jul
10;53(8):4657-67. Print 2012 Aug., Web: http://www.iovs.org/content/53/8/4657.
abstract

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