Fachverlag und Nachrichtenagentur

Aufklärung der Posterioren Präkortikalen Struktur der Glaskörpertasche mittels SS-OCT

Maebeshi – mechentel news – Zwischen posterioren präkortikalen Glaskörperablagerungen (PPVP) und Myopie liegt eine signifikante Korrelation vor. Das haben Itakura H. et al. am Department of Ophthalmology, Gunma University festgestellt. Mithilfe von optischer Kohärenz-Tomografie mit swept-source OCT; SS-OCT wurden posteriore präkortikale Glaskörpertaschen bei beiden Augen von 58 Freiwilligen (36 Männer, 22 Frauen) untersucht. Makula und Papille wurden gescannt. Um altersbedingte Veränderungen zu minimieren, waren alle Teilnehmer im Durchschnitt 26,2 Jahre alt (Bereich: 22–40 Jahre). Die Ametropie reichte von – 9,5 Dioptrien (D) bis + 3,0. Um die PPVP-Größe zu bestimmen, wurden die Höhe zwischen der Fovea und der vorderen Grenze der PPVP sowie die maximale Breite im horizontalen 12-mm-Scan durch Fovea und Papille gemessen. SS-OCT visualisierte die PPVPs als bootförmige Lakune im bilateralen Makulagebiet bei allen Teilnehmern. Die hintere Wand der PPVP bestand aus dünnem glasartigem Kortex, dessen dünnste Stelle an der Fovea lag. Das Septum lag zwischen der nasenseitigen Grenze der Ablagerung und dem Cloquet-Kanal, welcher sich in allen Fällen vorwärts erweiterte und überdurchschnittlich neigte. Ein Kanal verband den Cloquet-Kanal und bilaterale Glaskörpertaschen in 54 (93,1%) von 58 Fällen. Das Ergebnis der Studie, das in der Mai-Ausgabe 2013 der Fachzeitschrift Investigative Ophthalmology & Visual Science veröffentlicht wurde, lässt darauf schließen, dass die PPVP über einen Kanal zwischen Cloquet-Kanal und PPVP mit Kammerwasser versorgt wird. In vivo konnte die SS-OCT die bootförmige PPVP-Struktur aufklären. Obwohl die zentrale Höhe mit zunehmender Myopie gestiegen ist, blieb die Breite unverändert.

Autoren: Itakura H, Kishi S, Li D, Akiyama H. Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Gunma University, School of Medicine, Maebashi, Japan. Studie: Observation of posterior precortical vitreous pocket using swept-source optical coherence tomography. Quelle: Investigative Ophthalmology & Visual Science. 2013 May 3; 54(5): 3102-7. doi: 10.1167/iovs.13-11769. Web: http://www.iovs.org/content/54/5/3102.abstract?sid=0a2ac104-4002-4087-aa20-7cac50286b12

© 2019 -  mechentel medizin
Fachverlag und Nachrichtenagentur