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Thrombolyse bei retinalem Zentralarterienverschluss

MEDICAL RETINA Seongnam – mechentel news – S. J. Ahn et al. vom Department of Ophthalmology des Seoul National University College of Medicine an der Seoul National University Bundang Hospital in Seongnam, Korea, untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit einer intraarteriellen Thrombolyse (IAT) bei akutem retinalen Zentralarterienverschluss (ZAV). Retrospektiv wurden die medizinischen Aufzeichnungen von 101 ZAV-Patienten ausgewertet, die entweder eine IAT (n = 57) oder eine Standardbehandlung (SB; n = 44) erhalten hatten. Die Standardbehandlung bestand aus einer okulären Massage und einer medikamentösen Senkung des Augeninnendrucks. Basierend auf dem funduskopischen und angiographischen Befund, wurde der ZAV als inkomplett (Visusminderung mit geringem retinalen Ödem, leichter kirschroter Fleck), als subtotal (schwere Visusreduktion, kirschroter Fleck, ausgeprägtes retinales Ödem) oder als total (massives Ödem, okkludierte perimakuläre Arteriolen, zusätzliche Unterbrechung der choroidalen Blutzirkulation) eingestuft. Der bestkorrigierte Ein-Monatsvisus und Endvisus in der ZAV-Gruppe wurde mit dem Visus der SB-Gruppe verglichen. Die frühen (≤3-Tage) und die finalen (1-Monats) Reperfusionsraten (i.S. einer Verbesserung der retinalen Perfusion) beider Gruppen wurden miteinander verglichen. Zusätzlich erfolgte eine Subgruppenanalyse bezüglich des Schweregrads des ZVV. Die Autoren veröffentlichten die Ergebnisse in der November-Ausgabe der Fachzeitschrift Investigative Ophthalmology and Visual Science. Hiernach waren die Visusunterschiede zwischen beiden Gruppen nicht signifikant, aber die frühe Reperfusionsrate war in der Thrombolysegruppe höher (74.1% vs. 42.9%, P = 0.005). Bei inkomplettem ZAV war der Visusanstieg nach einem Monat in der Thrombolysegruppe größer (1.08 ± 0.21 vs. 0.23 ± 0.26 logarithmischer Wert des kleinsten Auflösungswinkels [logMAR], P < 0.001), ebenso der Visusanstieg bezüglich des Endvisus (1.08 ± 0.53 vs. 0.08 ± 0.57 logMAR, P < 0.001). Allerdings bestanden zwischen subtotalem und totalem Zentralvenenverschluss keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des visuellen Ergebnisses. Bei 8% der Thrombolysepatienten kam es nach der intraarteriellen Thrombolyse zu klinisch unbedeutenden zerebralen Infarkten, die mit zerebraler Bildgebung festgestellt wurden. Einblutungen wurden nicht beobachtet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine intraarterielle Thrombolysebehandlung zu einer frühen retinalen Reperfusion führen kann und funktionelle Vorteile bietet beim Management des inkompletten Zentralarterienverschlusses. (Faßb.)

Autoren: Bambo MP, Garcia-Martin E, Perez-Olivan S, Sigut J, Fumero F, Fuentes JL, Ara JR, Martin J, Larrosa JM, Gonzalez-De la Rosa M. Korrespondenz: Ophthalmology Department, Miguel Servet University Hospital, Zaragoza, Spain. Studie: Diagnostic ability of a new method for measuring haemoglobin levels in the optic nerve head in multiple sclerosis patients. Quelle: Br J Ophthalmol. 2013 Dec;97(12):1543-8. doi: 10.1136/bjophthalmol-2013-303959. Web: http://bjo.bmj.com/content/97/12/1543.long.

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