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Ergebnis der intravitrealen Melphalan-Therapie beim Retinoblastom abhängig vom Typ der intravitrealen Aussaat

TUMOR New York/Lausanne – mechentel news – In einer retrospektiven Kohortenstudie an zwei Zentren, dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, USA, und der Jules-Gonin Augenklinik in Lausanne, Schweiz, untersuchten Jasmine H. Francis und Kollegen die klinischen Charakteristika der drei Klassen von Aussaaten eines Retinoblastoms in den Glaskörper, benannt als Staub (Klasse 1), Kugeln (Klasse 2) und Wolken (Klasse 3) sowie ihr Ansprechen auf intravitreale Gabe von Melphalan. Insgesamt erhielten 87 Patientenaugen 475 Injektionen von Melphalan (mittlere Dosis 30 μg); diese wurden jeweils wöchentlich verabreicht, im Durchschnitt insgesamt fünfmal (Spanne: 1 – 12 Injektionen). Bei Aufnahme der Patienten in die Studie wurden die Absiedlungen im Glaskörper in die drei Gruppen Staub, Kugeln und Wolken eingeteilt. Mittels indirekter Ophthalmoskopie, Fundus-Fotografie, Ultraschall und ultraschallgestützter Biomikroskopie wurde der klinische Verlauf unter den wöchentlichen intravitrealen Melphalan-Injektionen sowie die Zeit bis zur Regression der intravitrealen Herde bestimmt. Mit dem Kaplan-Meier-Schätzer wurden in den Gruppen die Hauptzielkriterien Zeit bis zur Regression, okuläres Überleben, Gesamtüberleben sowie Ereignis-freies Intervall abgeschätzt und dann mit dem Mantel-Cox-Test miteinander verglichen. Die Zeitspanne bis zur Regression unterschied sich signifikant zwischen den drei Absiedlungstypen (p < 0,0001): die durchschnittliche Zeit bis zur Regression betrug 0,6 und 1,7 Monate bei Staub bzw. Kugeln sowie 7,7 bei Wolken. Augen mit mit Klassifikation Staub erhielten signifikant weniger Injektionen und erhielten eine niedrigere mittlere und kumulative Dosis von Melphalan. Insgesamt lagen die 2-Jahres-Prognosen nach Kaplan-Meier für das okuläre und das Gesamtüberleben sowie das ereignisfreie Intervall (bezogen auf die anvisierten Absiedlungen) bei 90,4% (95% Konfidenzintervall [KI] 79,7 – 95,6) und 100% bzw. 98,5% (95% KI 90 – 99,7). In ihrer elektronischen Vorab-Publikation im März 2015 im Fachjournal Ophthalmology halten die Autoren fest: Die Regression und Reaktion von Aussaaten im Glaskörper auf intravitreales Melphalan fällt für die einzelnen Typen der Absiedlungen unterschiedlich aus. Die Klassifikation dieser Absiedlungen kann von prognostischem Wert für die Abschätzung der Zeit bis zur Regression sowie für die notwendige Anzahl, die mittlere und die kumulative Dosis an Melphalan sein. (bs)

Autoren: Francis JH, Abramson DH, Gaillard MC, Marr BP, Beck-Popovic M, Munier FL. Korrespondenz: Jasmine H. Francis, MD, Memorial Sloan Kettering Cancer Center, 1275 York Ave, New York, NY 10065. E-Mail: francij1@mskcc.org. Studie: The Classification of Vitreous Seeds in Retinoblastoma and Response to Intravitreal Melphalan. Quelle: Ophthalmology. 2015 Mar 18. pii: S0161-6420(15)00087-1. doi: 10.1016/j.ophtha.2015.01.017. [Epub ahead of print] Web: http://www.aaojournal.org/article/S0161-6420%2815%2900087-1/abstract.

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