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Beim persistierenden Makulaödem effektive Sekundärtherapie durch intravitreales Dexamethason

MEDICAL RETINA – Paris – mechentel news – Bei Patienten mit einem resistenten chronischen diabetischen Makulaödem, welches nicht auf eine 6-monatige konsekutive intravitreale Injektion von Ranibizumab reagierte, untersuchten Imène Zhioua et al. aus der ophthalmologischen Abteilung des Centre Hospitalier Intercommunal de Creteil der University Paris XII, Frankreich, die Effektivität intravitrealer Injektionen von Dexamethason-Implantaten als Sekundärtherapie. Die retrospektive Studie wurde über 9 Monate durchgeführt. Erhoben wurde die best-korrigierte Sehschärfe und die zentrale Makulastärke. Patienten mit einer best-korrigierten Sehschärfe ≤20/40 mittels Snellen-Tafeln, zentraler Makulastärke ≥300 μm und geringer Reaktion auf 6 Monate konsekutiver intravitrealer Injektion von Ranibizumab wurden in die Studie aufgenommen. Die Patienten erhielten eine intravitreale Injektion eines Dexamethason-Implantats und wurden nach 1, 3, 6 und 9 Monaten untersucht. Insgesamt 13 Augen von 12 Patienten wurden eingeschlossen (6 Männer und 6 Frauen; Durchschnittsalter 64 ± 7,8 Jahre). Die best-korrigierte Sehschärfe stieg um durchschnittlich 5,58 Buchstaben im Monat 1 (p = 0,017), 4,61 Buchstaben im Monat 3 (p = 0,05), 4,61 Buchstaben im Monat 6 (p = 0,042) und 5,77 Buchstaben im Monat 9 (p=o,o17). Die zentrale Makulastärke nahm von 594 μm auf 402 μm im Monat 1 (p = 0,0002), 428 μm im Monat 3 (p = 0,002), 459 μm im Monat 6 (p = 0,02) und 489 μm im Monat 9 (p = 0,03) ab. Die durchschnittliche Anzahl der intravitrealen Dexamethason-Injektionen betrug 1,07. Zwei Patienten (15,3%) entwickelten einen erhöhten Intraokulardruck und ein Patient wurde 6 Monate später wegen Katarakt operiert (9% der phaken Patienten). Die Autoren stellen in der Juli-Ausgabe 2015 der Fachzeitschrift Retina dar, dass es sich bei der intravitrealen Injektion von Dexamethason-Implanten um eine effektive Sekundärlinien-Therapie zur Behandlung des diabetischen Makulaödems handele, das nach 6 Monaten konsekutiver intravitrealer Ranibizumab-Injektionen persistiere. (bs)

Autoren: Zhioua I, Semoun O, Lalloum F, Souied EH. Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Centre Hospitalier Intercommunal de Creteil, University Paris XII, Creteil, France. Studie: INTRAVITREAL DEXAMETHASONE IMPLANT IN PATIENTS WITH RANIBIZUMAB PERSISTENT DIABETIC MACULAR EDEMA. Quelle: Retina. 2015 Jul;35(7):1429-35. doi: 10.1097/IAE.0000000000000490. Web: http://journals.lww.com/retinajournal/pages/articleviewer.aspx?year=2015&issue=07000&article=00019&type=abstract

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