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Gute Ergebnisse für lokales Cyclosporin A im langfristigen Follow-up beim schweren Syndrom des trockenen Auges

CORNEA Lyon – mechentel news – Die Autoren um Morgane Straub aus der ophthalmologischen Abteilung der Universitätsklinik Lyon Süd, Frankreich, berichten über eine 10jährige Nachbeobachtung von Patienten, die unter einem schweren Syndroms des trockenen Auges (dry eye syndrome, DES) leiden, initial behandelt mit topischem Cyclosporin A (tCSA) über 6 Monate. Die Akten von 26 Patienten mit schwerem DES im Zusammenhang mit Keratokonjunktivitis sicca und einer mindestens 10jährigen Nachbeobachtungszeit wurden retrospektiv ausgewertet. Alle Patienten wurden zunächst mit tCSA über 6 Monate behandelt. Schirmer-Test I, Fluorescein- und Lissamingrün-Färbungsscores und die Tränenfilmaufrisszeit wurden vor, während und nach der Behandlung erfasst, um die klinischen Symptome einzuschätzen. Die subjektiven Anzeichen wurden mit dem Fragebogen des Ocular Surface Disease Index (OSDI) erhoben. Fortführung und Wiederaufnahme der tCSA-Gabe nach der initialen Therapie oder kombinierten Behandlungen wurden ebenso erfasst. Insgesamt betrug die mittlere Dauer der tCSA-Behandlung wahrend des 10-Jahres-Nachbeobachtungszeitraums 23 (Interquartile Range (IQR) 7 – 51) Monate nach einer verlängerten Induktionstherapie von 20 (8 – 41) Monaten. Bezüglich der Symptome wurde kein statistisch signifikanter Unterschied im OSDI zwischen dem Ausgangszeitpunkt und dem Ende des 10jährigen Follow-ups gefunden (p = 0,67). Es wurde eine statistisch signifikante Verbesserung bei allen klinischen Zeichen nach der initialen Behandlungsperiode nachgewiesen, die auch am Ende des Nachbeobachtungszeitraums noch nachweisbar war. Lediglich 6,5 % der Patienten benötigten eine Wiederaufnahme der tCSA-Therapie nach ihrer prolongierten Initialbehandlung. In ihrer elektronischen Vorabpublikation im Januar 2016 beim British Journal of Ophthalmology fassen die Autoren zusammen, dass die Besserung, die nach initialer tCSA-Therapie zu beobachten war, während einer langfristigen Nachbeobachtung erhalten blieb und nur in wenigen Fällen eine erneute tCSA-Behandlung erforderlich war. Eine verlängerte Erstbehandlung, um die anfänglichen lokalen Entzündungszeichen zu reduzieren, sei eine aussichtsreiche Behandlungsoption bei KCS.

Autoren: Straub M, Bron AM, Muselier-Mathieu A, Creuzot-Garcher C. Korrespondenz: Professor Catherine Creuzot-Garcher, Department of Ophthalmology, University Hospital, CHU le Bocage, 14 rue Gaffarel Dijon 21000, France. E-Mail: Catherine.creuzot-garcher@chu-Dijon.fr. Studie: Long-term outcome after topical ciclosporin in severe dry eye disease with a 10-year follow-up. Quelle: Br J Ophthalmol. 2016 Jan 28. pii: bjophthalmol-2015-306930. doi: 10.1136/bjophthalmol-2015-306930. [Epub ahead of print] Web: http://bjo.bmj.com/content/early/2016/01/28/bjophthalmol-2015-306930.abstract.

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