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Denosumab ist Zoledronsäure in der Prävention skelettbezogener Komplikationen überlegen – Betrachtung zusätzlicher Basischarakteristika

Hershey – mechentel news – Auswertungen von Phase-3-Studien zeigten, dass der RANKL-Inhibitor Denosumab dem Bisphosphat Zoledronsäure (zoledronic acid, ZA) in der Verhütung skelettbezogener Komplikationen (skeletal-related events, SREs), ungeachtet von Alter, Historie der SREs oder dem Grundschmerzzustand, überlegen ist. Die von A. Lipton von der Division of Oncology der Pennsylvania State University am Milton S. Hershey Medical Center in Hershey, PA, USA und Kollegen vorgelegte Studie bewertet das Risiko der SREs unter Einbeziehung weiterer Basischarakteristika. In der Prävention von SREs bei Patienten mit Knochenmetastasen infolge fortgeschrittenem Krebs erwies sich Denosumab, ungeachtet des Eastern Cooperative Oncology Group Performance Status (ECOG PS), der Anzahl der Knochenmetastasen, dem Vorhandensein oder Fehlen grundlegender viszeraler Metastasen und dem urinären N-Telopeptid (uNTx), im Vergleich zu ZA als überlegen. In dieser im Januar in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer veröffentlichten Arbeit wurden insgesamt 5543 Patienten, die entweder an Brustkrebs, Prostatakrebs oder anderen soliden Tumoren mit mindestens einer Knochenmetastase litten, aus drei Phase-3-Studien zusammengefasst. Die Überlegenheit von Denosumab gegenüber ZA bei der Risikominimierung der ersten SRE sowie der ersten und darauf folgenden SREs wurde anhand definierter Untergruppen (ECOG PS, Lokalisation der Metastasen im Skelett, Anzahl der Knochenmetastasen, Vorhandensein/Fehlen viszeraler Metastasten und uNTx-Wert) mittels Cox-Regressionsmodellen (proportionales Hazards und Anderson-Gill Modell) bestimmt. Solide Tumorarten wurden anhand der gleichen Untergruppen, ausgenommen der Lokalisation der Metastasen im Skelett, bewertet. Verglichen mit ZA reduzierte Denosumab signifikant das Risiko erster SRE in allen Untergruppen (Hazard Ratio [HR] Bereiche: ECOG PS: 0,79-0,84; Lokalisation der Metastasen im Skelett: 0,78-0,83; Anzahl der Knochenmetastasen: 0,78-0,84; Vorhandensein/Fehlen viszeraler Metastasten: 0,80-0,82; uNTx-Wert: 0,73-0,86) und reduzierte ebenfalls das Risiko erster und darauf folgender SREs in allen Untergruppen (HR Bereiche: ECOG PS: 0,76-0,83; Lokalisation der Metastasen im Skelett: 0,78-0,84; Anzahl der Knochenmetastasen: 0,79-0,81; Vorhandensein/Fehlen viszeraler Metastasten: 0,79-0,81; uNTx-Wert: 0,74-0,83). Ähnliche Ergebnisse wurden in allen Untergruppen bezüglich der Tumorart gefunden.(ut)

Autoren: Lipton A, Fizazi K, Stopeck AT, Henry DH, Smith MR, Shore N, Martin M, Vadhan-Raj S, Brown JE, Richardson GE, Saad F, Yardley DA, Zhou K, Balakumaran A, Braun A. Korrespondenz: A. Lipton, Division of Oncology, Pennsylvania State University, Milton S. Hershey Medical Center, 500 University Drive, Suite CH46, Hershey, PA 17033, USA. Electronic address: alipton@hmc.psu.edu. Studie: Effect of denosumab versus zoledronic acid in preventing skeletal-related events in patients with bone metastases by baseline characteristics. Quelle: Eur J Cancer. 2016 Jan;53:75-83. doi: 10.1016/j.ejca.2015.09.011. Epub 2015 Dec 13. http://www.ejcancer.com/article/S0959-8049(15)00857-6/abstract.

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