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Olaparib zeigt bedeutende Anti-Tumor-Aktivität bei Keimbahn BRCA 1/2-mutiertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom

Philadelphia – mechentel news – Die von Susan M. Domchek vom Basser Research Center and Abraham Cancer Center in Philadelphia, PA, USA und Kollegen im Februar in der Fachzeitschrift Gynecologic Oncology veröffentlichte Studie befasst sich mit der Wirksamkeit und Sicherheit von Olaparib, einem oralen Poly-ADP-Ribose-Polymerase- (PARP-) Blocker, der in einer Untergruppe von Patienten mit Keimbahn BRCA 1/2-mutiertem (gBRCA1/2m) fortgeschrittenem Ovarialkarzinom untersucht wurde, das bereits chemotherapeutisch in Form von mindestens drei Therapielinien behandelt wurde. Primärdaten dieser Phase-2-Studie (Study 42, ClinicalTrials.govNCT01078662) wurden bereits im Vorfeld bekannt gegeben. Im Anschluss an eine mindestens drei Linien umfassende vorausgehende Chemotherapie eingesetztes Olaparib zeigte als Monotherapie (zweimal täglich 400 mg in Kapselform) eine bemerkenswerte Anti-Tumor-Aktivität bei Patienten mit gBRCA1/2m fortgeschrittenem Ovarialkarzinom. Dabei wurden keine Sicherheitsangaben festgestellt. Teilnahmeberechtigte Patienten wurden mit oral in Kapselform verabreichtem Olaparib (400 mg zweimal täglich) als Monotherapie behandelt bis das Fortschreiten der Erkrankung den RECIST v1.1-Richtlinien entsprach. Objektive Ansprechraten (objective response rate, ORR) und Dauer des Ansprechens (duration of response, DoR) wurden für Patienten mit messbarer Erkrankung zu Beginn der Studie bewertet. Sicherheit und Verträglichkeit wurden für alle Patienten infolge des Vorkommens unerwünschter Ereignisse (adverse event, AE) und Veränderungen innerhalb der Laborparameter beurteilt. Der Status der Platinresistenz wurde retrospektiv ermittelt und das Ansprechen auf Olaparib ausgewertet. 154/193 (80%) Patienten mit gBRCA1/2m Ovarialkarzinom erhielten mindestens drei vorangehende Chemotherapielinien. Von diesen hatten 137/154 (89%) Patienten eine messbare Erkrankung zum Behandlungsbeginn. Die ORR lag bei 34% (46/137; 95% Konfidenzintervall [CI]: 26-42) und die mediane DoR für eine Platin-sensitive beziehungsweise Platin-resistente Erkrankung war mit 8,2 Monaten (95% CI: 5,6-13,5) beziehungsweise 8,0 Monaten (4,8-14,8) vergleichbar. Sechs der 193 (3%) Patienten ereilte der Tod als AE. Keines dieser AE stand zum Zeitpunkt des Eintretens in ursächlichem Zusammenhang mit Olaparib.(ut)

Autoren: Domchek SM, Aghajanian C, Shapira-Frommer R, Schmutzler RK, Audeh MW, Friedlander M, Balmaña J, Mitchell G, Fried G, Stemmer SM, Hubert A, Rosengarten O, Loman N, Robertson JD, Mann H, Kaufman B. Korrespondenz: Susa M. Domchek, Basser Research Center and Abramson Cancer Center, Philadelphia, PA, USA. Electronic address: susan.domchek@uphs.upenn.edu. Studie: Efficacy and safety of olaparib monotherapy in germline BRCA1/2 mutation carriers with advanced ovarian cancer and three or more lines of prior therapy. Quelle: Gynecol Oncol. 2016 Feb;140(2):199-203. doi: 10.1016/j.ygyno.2015.12.020. Epub 2015 Dec 23. http://www.gynecologiconcology-online.net/article/S0090-8258(15)30223-7/abstract.

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