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Kombination aus Gas- und Ranibizumab-Injektionen zur Lösung vitreomakulärer Adhäsionen bei feuchter AMD erbrachte gute Ergebnisse

MEDICAL RETINA Incheon – mechentel news – Die Effektivität gasunterstützter Auflösung einer vitreomakulären Adhäsion (VMA) in Kombination mit intravitrealen Ranibizumab-Injektionen bei Patienten mit exsudativer altersbedingter Makuladegeneration (AMD) untersuchten Hae M. Kang et al. aus der Ophthalmologischen Abteilung des International St. Mary’s Hospital der Catholic Kwandong University in Incheon, Südkorea. In die prospektive, interventionelle Fallserienstudie wurden insgesamt 23 Augen von 22 Patienten aufgenommen. Die Augen wurden mit einer intravitrealen Injektion von 0,3 ml Perfluorpropan-Gas (C3F8) und gleichzeitiger intravitrealer Ranibizumab-Injektion behandelt, um eine Auflösung der VMA anzustossen. Nach drei initialen Auflade-Injektionen wurden zusätzliche intravitreale Ranibizumab-Injektionen pro re nata durchgeführt. Über einen Zeitraum von 12 Monaten wurden monatliche Untersuchungen durchgeführt einschliesslich Bestimmung der best-korrigierten Sehschärfe (best-corrected visual acuity, BVCA; logarithm of the minimum angle resolution, logMAR), optischer Kohärenztomographie und erweiterter Fundusuntersuchungen. Nach der Gas-Injektion zeigten 22 Augen (95,7 %) eine vollständige Lösung der VMA nach einer Woche. Eine vollständige Freiheit von VMA war bei allen Augen zwei Monate nach der VMA-Lösung erreicht, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge auftraten mit Ausnahme eines Patienten, der einen Netzhautriss entwickelte. Der durchschnittliche Visus betrug 0,61 ± 0,37 logMAR (20/81 Snellen-Äquivalente) zu Beginn der Studie und 0,46 ± 0,30 logMAR (20/57 Snellen-Äquivalente) nach 12 Monaten (p = 0,135). Die mittlere zentrale Makuladicke betrug 357,9 ± 128,6 μm zu Beginn der Studie und 245,6 ± 60,0 μm nach 12 Monaten (p = 0,188). Die durchschnittliche Zahl der intravitrealen Ranibizumab-Injektionen lag bei 4,8 ± 2,4 während der 12 Monate (4 bis 8 Injektionen). Die Autoren kommen in der elektronischen Vorabpublikation im Januar 2016 in Graefe’s Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology zu dem Schluss, dass die gasunterstützte Auflösung einer VMA als eine effiziente Alternative bei Patienten mit exsudativer AMD und offensichtlicher VMA eingesetzt werden kann.(bs)

Autoren: Kang HM, Lee SJ, Kim CG, Chung EJ, Koh HJ. Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Institute of Vision Research, Yonsei University College of Medicine, 134 Shinchon-dong, Seodaemoon-gu, Seoul, 120-752, Republic of Korea. E-Mail: hjkoh@yuhs.ac. Studie: Gas-mediated vitreomacular adhesion release with intravitral ranibizumab injections for exudative age-related macular degeneration. Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2016 Jan 8. [Epub ahead of print] Web: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00417-015-3257-y.

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