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Erste individuell angepasste Augenprothese mittels 3D-Druckverfahren

LIDER Leuven – mechentel news – Die Wiederherstellung der Gesichtszüge bei erworbenem Anophthalmus erfordert die präzise Anpassung der individuellen Augenprothese. Die Herstellung ist ein handwerklicher Prozess und basiert in erster Linie auf einem Abdruck der anophthalmischen Höhle. Dies wird üblicherweise durch ein Abdruck-Formverfahren erreicht, welches jedoch zu Fehlern und damit zu einer schlecht sitzenden Prothese führen kann. Die Autoren Sébastien Ruiters aus der Abteilung für Ophthalmologie und der Abteilung für Mund- und Kieferchirurgie an den Universitätskliniken Leuven in Belgien entwickelten ein neues Verfahren zur Herstellung individualisierter Augenprothesen, basierend auf computergestütztem Design und computergestützter Herstellung. Einem 68-jährigen Mann wurde erfolgreich eine Augenprothese angepasst, die auf einem dreidimensionalen (3D) Druck einer ohne Abdruck erzeugten Form der anophthalmischen Höhle beruhte. Wie die Autoren in der April-Ausgabe 2016 des British Journal of Ophthalmology schreiben, ist das ihrer Kenntnis nach der erste Fall einer individuellen Augenprothese, die mittels 3D-Druck ausgeführt wurde. (bs)

Autoren: Ruiters S, Sun Y, de Jong S, Politis C, Mombaerts I. Korrespondenz: Ilse Mombaerts, University Hospitals Leuven, Kapucijnenvoer 33, Leuven 3000, Belgium. E-Mail: Ilse.Mombaerts@uzleuven.be. Studie: Computer-aided design and three-dimensional printing in the manufacturing of an ocular prosthesis. Quelle: Br J Ophthalmol. 2016 Apr 27. pii: bjophthalmol-2016-308399. doi: 10.1136/bjophthalmol-2016-308399. Web: http://bjo.bmj.com/content/100/7/879.abstract.

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