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Statintherapie der Dyslipidämie bei Typ-2-Diabetes hat günstige Auswirkungen auf Makulaödem und diabetische Retinopathie

 

MEDICAL RETINA Suwon – mechentel news – An der Ajou University School of Medicine in Suwon, Südkorea, untersuchten Yoo-Ri Chung et al. die Auswirkungen von Dyslipidämie und Statin-Therapie auf die Progression der diabetischen Retinopathie und des diabetischen Makulaödems bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Dazu wurden die medizinischen Daten von 110 Patienten mit Typ-2-Diabetes (70 Statin-Anwender und 40 Nichtanwender) retrospektiv gesichtet. Die zwei Hauptzielparameter waren die Progression der diabetischen Retinopathie um zwei oder mehr Stufen der Early Treatment Diabetic Retinopathy Study (ETDRS) Skala sowie das diabetische Makulaödem anhand von Befunden der Optischen Kohärenztomographie (OCT). Die Serumlipid-Profile wurden ab einem Zeitraum von 6 Monaten vor der Diagnose eines diabetischen Makulaödems ausgewertet. Die diabetische Retinopathie schritt bei 23 % der Statinanwender und bei 18 % der Nichtanwender weiter fort (p = 0,506), hingegen war ein diabetisches Makulaödem bei 23 % der Statinanwender und bei 48 % der Nichtanwender (p = 0,008) vorhanden. Statine reduzierten die Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin-Spiegel bei Patienten mit und ohne diabetisches Makulaödem (p = 0,043 beziehungsweise p = 0,031). Von den Statinanwendern wiesen Patienten mit einem diabetischem Makulaödem höhere Konzentrationen an Triglyceriden (p = 0,004) und niedrigere an High-Density-Lipoprotein-Cholesterol (p = 0,033) auf als solche ohne diabetisches Makulaödem. Die logistische Regressionsanalyse zeigte, dass die Einnahme von Statinen das Risiko eines diabetischen Makulaödems signifikant verringerte [Odds Ratio (OR) 0,33; 95 % Konfidenzintervall (KI) 0,12 – 0,91; p = 0,032]. Eine Hypertriglyceridämie 6 Monate vor der Entwicklung eines Makulaödems korrelierte signifikant mit der zentralen Netzhautdicke (OR 1,52; 95 % KI 1,14 – 2,02; p = 0,005). Die Autoren kommen in der Januar-Ausgabe 2017 des Fachjournals Cardiovascular Diabetology zu der Schlussfolgerung, dass eine Statintherapie zur Senkung der Lipide bei Patienten mit Typ-2-Diabetes vor der Entwicklung eines diabetischen Makulaödems und der Progression einer diabetischen Retinopathie schützt. Eine Hypertriglyceridämie könne als Surrogatmarker für ein diabetisches Makulaödem verwendet werden. (bs)

Autoren: Chung YR, Park SW, Choi SY, Kim SW, Moon KY, Kim JH, Lee K. Korrespondenz: Kihwang Lee, Department of Ophthalmology, Ajou University School of Medicine, 164 World Cup-ro, Yeongtong-gu, Suwon, 16499 South Korea. E-Mail: kie114@hanmail.net Studie: Association of statin use and hypertriglyceridemia with diabetic macular edema in patients with type 2 diabetes and diabetic retinopathy. Quelle: Cardiovasc Diabetol. 2017 Jan 7;16(1):4. doi: 10.1186/s12933-016-0486-2. Web: http://cardiab.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12933-016-0486-2

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