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Restriktives Flüssigkeitsmanagement mit Vasopressoren ohne Einfluss auf Nierenfunktion nach radikaler Zystektomie

Swiss Papers

Bern – mechentel news – Die Gruppe in Bern um Fiona M. Wen Wu hat in Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Urologie und Anästhesiologie 166 Patienten mit radikaler Zystektomie aufgrund von Blasenkrebs behandelt. Eine Patientengruppe erhielt Noradrenalin in Kombination mit 1 ml/kg/h zunächst und nach Zystektomie 3 ml/kg/h kristalloide Infusion im Vergleich zu einer Gruppe von Patienten, die postoperativ mit einer Standard-Kristalloidinfusion von 6 ml/kg/h behandelt wurden. Die Nierenfunktion wurde prospektiv für alle Patienten bewertet. Die Autoren zeigten keinen signifikanten Unterschied in der Nierenfunktion zwischen den Gruppen, was darauf hindeutet, dass kein Einfluss des Flüssigkeitsmanagements und der Verabreichung von Vasopressoren auf die mittelfristige Nierenfunktion besteht. Prädiktoren für eine Verschlechterung der Nierenfunktion waren Diabetes mellitus, präoperative geschätzte glomeruläre Filtrationsrate und Alter.

Autoren: Wen Wu FM, Burkhard F, Turri F, Furrer M, Loeffel L, Thalmann G, Wuethrich P. Korrespondenz: PD Dr. Patrick Wüthrich, Urologische Universitätsklinik, Inselspital, CH-3010 Bern, Schweiz. E-Mail: patrick.wuethrich@insel.ch. Studie: Renal outcome after radical cystectomy and urinary diversion performed with restrictive hydration and vasopressor administration in the frame of an enhanced recovery program: A follow-up study of a randomized clinical trial. Quelle: Urol Oncol. 2017 Oct;35(10):602.e11-602.e17. doi: 10.1016/j.urolonc.2017.05.024. Web: http://www.urologiconcology.org/article/S1078-1439(17)30254-5/abstract

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