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Prädiktoren für das Outcome nach 2 Jahren bei Patienten mit JIA-assoziierter Uveitis

 

UVEITIS Münster – mechentel news – Fragestellungen zur mit der Juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) assoziierten Uveitis interessierten Arnd Heiligenhaus aus der Ophthalmologischen Abteilung des St. Franziskus-Hospitals in Münster sowie Kollegen aus Deutschland und der Schweiz. Ziel war die Definition von Prädiktoren hinsichtlich des 2-Jahres-Ergebnisses in Bezug auf Inaktivität, nachfolgende Uveitis-Reaktivierung und Auftreten von Uveitis-bedingten Komplikationen von JIA-assoziierter Uveitis. Demographische und klinische Parameter und Serumproben von JIA-assoziierten Uveitis-Patienten, die im ersten Jahr nach der JIA-Diagnose in der multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie ICON eingeschrieben worden waren, wurden zu Studienbeginn im ersten Jahr alle 3 Monate und anschließend alle 6 Monate erhoben. Die Prädiktoren für das 2-Jahres-Ergebnis wurden mit linearen Mischmodellen berechnet. Von den 954 eingeschlossenen JIA-Patienten trat eine Uveitis bis zum ersten 2-Jahres-Follow-up bei 106 auf, wobei 98 von ihnen eine vollständige ophthalmologische Dokumentation aufwiesen. Bei 81,8% und 80,0% der Patienten wurde die Inaktivität der Uveitis bis zum 1- beziehungsweise 2-Jahres-Follow-up nach Einsetzen der Uveitis erreicht. Ein JIA-Beginn in höherem Alter als 5 Jahre, kein Einsatz von topischen Kortikosteroiden und Adalimumab-Behandlung waren über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten signifikant mit einer inaktiven Uveitis assoziiert (n = 57). Korrelate für eine anschließende Uveitis-Reaktivierung (n = 16; 30,2%) waren ein Alter von ≤5 Jahren bei Uveitis-Beginn und eine aktive Erkrankung (klinischer Juvenile Arthritis Disease Activity Score >4,5). Uveitis-bedingte Komplikationen lagen bei 29,8% der Patienten bei der ersten Uveitis-Dokumentation und bei 30,7% und 32,8% nach 1 beziehungsweise 2 Jahren vor. Ein höheres Alter bei JIA-Beginn, eine kurze Dauer zwischen JIA und Uveitis-Beginn, eine hohe Vorderkammerzellzahl, eine niedrige Sehschärfe und eine topische Steroidanwendung bei der ersten Uveitis-Dokumentation korrelierten mit Uveitis-bedingten Komplikationen. Die Autoren halten in der elektronischen Vorabpublikation im Dezember 2018 beim Fachjournal Rheumatology (Oxford) fest, dass neben demografischen Risikofaktoren Aktivitätsscores der JIA-Erkrankung und der Uveitis sowie Adalimumab signifikante Prädiktoren für das 2-Jahres-Ergebnis bei Patienten mit JIA-assoziierter Uveitis darstellen. (bs)

Autoren: Heiligenhaus A, Klotsche J, Tappeiner C, Sengler C, Niewerth M, Liedmann I, Hoeft S, Walscheid K, Lavric M, Foell D, Minden K. Korrespondenz: Arnd Heiligenhaus, Department of Ophthalmology at St Franziskus Hospital, Hohenzollernring 74, 48145 Münster, Germany. E-Mail: arnd.heiligenhaus@uveitis-zentrum.de Studie: Predictive factors and biomarkers for the 2-year outcome of uveitis in juvenile idiopathic arthritis: data from the Inception Cohort of Newly diagnosed patients with Juvenile Idiopathic Arthritis (ICON-JIA) study. Quelle: Rheumatology (Oxford). 2018 Dec 26. doi: 10.1093/rheumatology/key406. [Epub ahead of print] Web: https://academic.oup.com/rheumatology/advance-article/doi/10.1093/rheumatology/key406/5262280

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