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Identifizierung von Bakterien und Pilzen der Bindehautoberfläche von Pferden: Leitfaden für die Behandlung von Hornhautulcera

 

Gatton – mechentel news – Ziel dieser Studie von Edith C. G. M. Hampson von der School of Veterinary Science der Universität von Queensland in Gatton, Queensland, Australien und Kollegen war die Identifizierung von Bakterien und Pilzen auf der Bindehautoberfläche normaler Pferdeaugen; Untersuchung potenzieller Risikofaktoren für diese Mikroflora; und Bestimmung ihrer Empfindlichkeit gegen gängige topische ophthalmische antimikrobielle Mittel. Insgesamt wurden 95 kundeneigene Pferde im subtropischen Australien (Südost-Queensland) zwischen April 2012 und März 2013 einmalig eine Probe entnommen. Ein Bindehautabstrich wurde von jedem Auge entnommen und auf aerobe Bakterien und Pilze kultiviert. Die Organismen wurden mit Hilfe von Koloniemorphologie und Phänotyp identifiziert. Es wurden antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfungen mittels Plattendiffusionstests für häufig verwendete antimikrobielle Mittel durchgeführt. Positive Bakterienkulturen wurden von 187/190 (98,4%) Augen von 94/95 (98,9%) Pferden erhalten. Die häufigsten Arten waren Staphylococcus spp. (25,2% der gesamten Bakterienisolate), Bacillus cereus (17,4%), Bacillus spp. (14,1%) und Corynebacterium spp. (8,9%). Die meisten Bakterienisolate waren empfindlich gegenüber Neomycin und Fluorchinolone. Positive Pilzkulturen wurden von 111/190 (58,4%) Augen von 73 (76,8%) Pferden erhalten. Zu den am häufigsten identifizierten Arten gehörten: Penicillium spp. (16,7% der Pilzisolate), Aspergillus spp. (15,4%) und Scopulariopsis spp. (10,3%). Die meisten (≥90%) Formen waren empfindlich gegenüber Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol und Miconazol. Hefen waren am empfindlichsten gegenüber Ketoconazol. Es gab keine signifikanten Auswirkungen von Rasse, Alter, Geschlecht, Zweck oder Unterbringung des Pferdes oder klimatischen Bedingungen auf den Status der Bakterien- oder Pilzkultur. Die Autoren fassen in der Mai-Ausgabe des Fachmagazins VETERINARY OPHTHALMOLOGY zusammen, dass Bakterien und Pilze häufig aus den Augen gesunder Pferde isoliert wurden. Die identifizierten antibiotischen und antimykotischen Empfindlichkeiten können als Leitfaden für die empirische Therapie nach der Zytologie bei der Behandlung von Hornhautulzera bei Pferden verwendet werden.

Autoren: Hampson ECGM1,2, Gibson JS1, Barot M1, Shapter FM1, Greer RM1., Korrespondenz: 1 School of Veterinary Science, The University of Queensland, Gatton, QLD, Australia., 2 WestVETS Equine Hospital, Anstead, QLD, Australia., Studie: Identification of bacteria and fungi sampled from the conjunctival surface of normal horses in South-East Queensland, Australia., Quelle: Vet Ophthalmol. 2019 May;22(3):265-275. doi: 10.1111/vop.12587. Epub 2018 Jul 2., Web: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/vop.12587

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