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Ist das krebsspezifische Überleben mit der TUR-P als kombinierte Tumortherapie tatsächlich positiv?

 

METASTATIC PROSTATE CANCER Shanghai – mechentel news –
Min Qu und sein Team aus dem Department of Urology am Changhai Hospital in Shanghai, China, hat prospektiv den Einfluss einer palliativen TUR-P auf den onkologischen Verlauf von Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom untersucht. In einem Zeitraum von 2011 bis 2018 wurde prospektiv der Vergleich zwischen einer alleinigen Androgendeprivationstherapie (ADT) (n = 78 Patienten) gegenüber einer kombinierten ADT mit TUR-P bewertet (n=110). Das mediane follow up betrug 29 Monate. Die Patienten waren hinsichtlich ihrer klinischen Charakteristika vergleichbar. Durch den Eingriff traten keine Komplikationen auf. Hinsichtlich dem krebsspezifischen Überleben zeigte sich ein Vorteil für die TUR-P nach 3 Jahren ( 95.9% vs 64.9%, p=0.004). Die Forscher stellen ferner auch fest, dass die Zeit bis zum Auftreten eines kastrationsresistenten Prostatakrebses durch die TUR-P jedoch nicht verringert werden konnte; So das Fazit der Studie, die im Original in der Mai-Ausgabe des Fachjournals JOURNAL OF ENDOUROLOGY. (cw/um)

Autoren: Qu M1, Zhu F1, Chen H1, Lian B1, Jia Z1, Shi Z1, Li J1, Wang Y1, Sun Y1, Gao X1. , Korrespondenz: Department of Urology, Changhai Hospital, Shanghai, China. , Studie: Palliative Transurethral Resection of the Prostate in Patients with Metastatic Prostate Cancer: A Prospective Study of 188 Patients., Quelle: J Endourol. 2019 Jul;33(7):570-575. doi: 10.1089/end.2019.0108. Epub 2019 May 31. , Web: https://www.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/end.2019.0108?rfr_dat=cr_pub%3Dpubmed&url_ver=Z39.88-2003&rfr_id=ori%3Arid%3Acrossref.org&journalCode=end

Kommentar Die palliative TUR-P normalerweise nur zur Verbesserung der Lebensqualität bei zunehmenden obstruktiven Miktionsbeschwerden angewandt. Diese Studie hat die TUR-P unter dem Gesichtspunkt der kombinierten Tumortherapie betrachtet und konnte in Ihrem Kollektiv einen positiven Einfluss der Operation auf das krebsspezifische Überleben feststellen. In Anbetracht der geringen Patientenzahlen und der fehlenden Randomisierung kann das Ergebnis nicht interpretiert werden. Zudem verliert die Studie durch vollständiges Fehlen von Komplikationen an Aussagekraft und Glaubwürdigkeit. (cw)

Autor: Dr. med. univ. Christoph Würnschimmel, Assistenzarzt Luzerner Kantonsspital

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