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Randomisierte kontrollierte Vergleichsstudie zwischen CPS und FLACS: 12-Monatsergebnisse

 

 

CATARACT London – mechentel news – Am St. Thomas‘ Hospital in London, United Kingdom, führten Nick Stanojcic et al. eine randomisierte kontrollierte Vergleichsstudie zwischen konventioneller Phakoemulsifikationsoperation (CPS) und Femtosekunden-Laser-assistierter Kataraktoperation (FLACS) durch und berichten nun über die Ergebnisse nach 12 Monaten. Die Studie wurde an einem Zentrum prospektiv, einfach maskiert, randomisiert und fallkontrolliert durchgeführt. Vierhundert Patienten wurden mit der LenSx-Plattform (Alcon Laboratories Inc.) zu CPS oder FLACS randomisiert. Sehschärfe, Refraktion, zentrale Hornhautdicke, Endothelzellverlust (ECL), unerwünschte Ereignisse und die Ergebnisse hinsichtlich Lebensqualität unter Verwendung von Fragebögen entsprechend EuroQOL 5-dimensions (EQ-5D-3 L) und Katarakt-bezogenen Patientenangaben (Cat-PROM5) wurden aufgezeichnet. 234 Patienten (58,5%) nahmen an der Nachuntersuchung nach 12 Monaten teil (116 FLACS, 118 CPS). Die mittlere LogMAR-Sehschärfe ohne Unterstützung betrug 0,12 mit FLACS und 0,13 mit CPS (p = 0,68). Das durchschnittliche Sphärische Äquivalent (SE) lag bei -0,1 Dioptrien (D) mit FLACS und -0,2 D mit CPS (p = 0,44). Die mittlere korrigierte Sehschärfe betrug bei FLACS -0,01 und bei CPS 0 (p = 0,45). Zwei Patienten pro Gruppe wurden einer YAG-Laserkapsulotomie bei posteriorer Kapseltrübung unterzogen (p = 1). Die mittlere ECL (pro mm²) betrug 301 mit FLACS und 228 mit CPS (p = 0,07). Die mittleren Cat-PROM-Werte betrugen -5,5 mit FLACS und -5,8 mit CPS (p = 0,3). Der mittlere EQ5-3DL-Indexwert lag bei 0,92 mit FLACS und 0,89 mit CPS (p = 0,1). Eine Vektoranalyse, die manuelle limbale Relaxationsschnitte (LRIs) und intrastromale femtosekundenlasergestützte astigmatische Keratotomien (iFAKs) verglich, zeigte einen grösseren Korrekturindex (p = 0,02) und einen kleineren Differenzvektor (p = 0,046) bei iFAK. Die Autoren stellen somit in der elektronischen Vorabpublikation im Juli 2020 beim BRITISH JOURNAL OF OPHTHALMOLOGY dar, dass es nach 12 Monaten keine Unterschiede in Bezug auf Sehvermögen, Refraktion, unerwünschte postoperative Ereignisse oder PROMs zwischen der FLACS- und der CPS-Gruppe gab; iFAKs können 12 Monate postoperativ eine effektivere astigmatische Korrektur im Vergleich zu LRIs liefern.(bs)

Autoren: Stanojcic N, Roberts HW, Wagh VK, Li JO, Naderi K, O’Brart DP. Korrespondenz: Nick Stanojcic, Department of Ophthalmology Guy’s and St Thomas’ NHS Foundation Trust, Lambeth Palace Road, London, UK. E-Mail: nstanojcic@doctors.org.uk Studie: A randomised controlled trial comparing femtosecond laser-assisted cataract surgery versus conventional phacoemulsification surgery: 12-month results. Quelle: Br J Ophthalmol. 2020 Jul 22:bjophthalmol-2020-316311. doi: 10.1136/bjophthalmol-2020-316311. Epub ahead of print. PMID: 32699049. Web: https://bjo.bmj.com/content/early/2020/07/21/bjophthalmol-2020-316311.long

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