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Ankündigung der HyperVasc-Studie zu Hypertension und retinaler mikrovaskulärer Dysfunktion

 

MISCELLANEOUS Basel – Bluthochdruck ist eine weltweite Gesundheitsbelastung, die die Struktur und Funktion der Makro- und Mikrozirkulation beeinflusst und krankheitsspezifische Schäden an den Endorganen hervorruft. Gefässspezifische Biomarker sind notwendig, um diese Endorganschädigung rechtzeitig zu diagnostizieren, und damit die kardiovaskuläre (CV) Risikoeinschätzung und medizinische Entscheidungen zu verbessern. Bewegungstherapie ist ein wirksames Mittel zur Verbesserung der Gefässgesundheit und zur Verringerung des kardiovaskulären Gesamtrisikos. Dabei ist jedoch noch nicht klar, ob ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) für Patienten mit Bluthochdruck empfehlenswert ist, um den Blutdruck zu senken, die kardiorespiratorische Fitness zu steigern und die Gefässgesundheit zu verbessern. Lukas Streese aus dem Department of Sport, Exercise and Health der Universität Basel, Schweiz, kündigt zusammen mit weiteren Kollegen, unter anderem auch aus der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, die Studie „Hypertonie und retinale mikrovaskuläre Dysfunktion“ an, in der die Forscher makro- und mikrovaskuläre Beeinträchtigungen bei Bluthochdruckpatienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen untersuchen werden, um hypertonieinduzierte Endorganschäden zu bestimmen, indem Goldstandard-Methoden, aber auch neu entwickelte spezifische retinale mikrovaskuläre Biomarker verwendet werden. Darüber hinaus wird diese Studie die Reversibilität von retinalen Endorganschäden untersuchen, indem die Auswirkungen eines achtwöchigen überwachten und gehbasierten HIIT auf Blutdruck, kardiorespiratorische Fitness sowie makrovaskuläre und mikrovaskuläre Gesundheit im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die den Standardempfehlungen zur körperlichen Aktivität folgte. Der primäre Endpunkt wird das arterio-venöses Verhältnis auf Basis der arteriolen und venösen Gefässdurchmesser sein. Sekundäre Endpunkte werden die Arteriolen- und Venendurchmesser sowie die flimmerlichtinduzierte Dilatation sein. Als weitere Ergebnisse werden Werte zu anderen retinalen mikrovaskulären Biomarkern und zur durchflussinduzierten Dilatation der Brachialarterie sowie der Blutdruck, die kardiorespiratorische Fitness, Mikroalbuminurie, hypertensive Retinopathie und klassische kardiovaskuläre Risikomarker erhoben werden. Zudem schildern die Autoren in der Studien-Ankündigung im Juni 2022 beim BMJ OPEN, dass Varianz- und Kovarianzanalysen angewandt werden, um Unterschiede zwischen den Gruppen gesunder Kontrollen und hypertensiver Patienten bzw. Trainingseffekte bei Bluthochdruckpatienten zu untersuchen. (bs)

Autoren: Streese L, Gander J, Carrard J, Hauser C, Hinrichs T, Schmidt-Trucksäss A, Gugleta K, Hanssen H. Korrespondenz: Lukas Streese, Department of Sport, Exercise and Health, University of Basel, Basel, Switzerland. E-Mail: lukas.streese@unibas.ch Studie: Hypertension and retinal microvascular dysfunction (HyperVasc): protocol of a randomised controlled exercise trial in patients with hypertension. Quelle: BMJ Open. 2022 Jun 6;12(6):e058997. doi: 10.1136/bmjopen-2021-058997. PMID: 35667713; PMCID: PMC9171229. Web: https://bmjopen.bmj.com/content/12/6/e058997.long

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